Alltagswunderwahn

Es gibt Dinge, die mich zum Lachen bringen. Dinge, die meinen Alltag erhellen. Die meinen schwarzen Hund einfach an die Leine legen. Wenn auch nur für einen kurzen Spaziergang.

Zum Beispiel, wenn Sohni den Kindergarten mit den Worten „Ich bin wieder da!“ betritt.

Oder er jeden Menschen auf der Straße mit einem herzlichen „Moin!“ begrüßt.

Wenn er während meiner Behandlung zu mir kommt und fragt: „Alles dut, Mama?“

Meistens ist er es, der mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert – mein ganz persönliches Alltagswunder ❤

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Aber es gibt auch noch anderes, das mich Sorgen und Ängste vergessen lässt:

Wir haben uns eine Woche Urlaub gegönnt – Sonne, ein Campingplatz, ein Freibad und wir. Nur wir. Kein Werkzeug, kein Briefkasten, keine Nähmaschine. (Da hat sich mein Hund doch glatt benommen 🙂 )

Wieder zuhause angekommen, warteten viele Pakete auf mich. Geburtstagsgeschenke ❤ Und ich war und bin so glücklich: Ich habe nun einen Plotter! 🙂

Das beste Geschenk war allerdings nicht für mich, sondern für Sohni: ein riesiges Paket voll mit Herbst- und Winterkleidung, Schuhen und Taschen ❤ Ich war so gerührt und dankbar. Fred beginnt gerade die fünfte Schuhgröße in diesem Jahr, das macht sich finanziell bemerkbar. (Dennoch: Danke, Gott, dass er gesund und munter ist und wächst!!)

Diese Woche bekam ich noch ein nachträgliches, unabsichtliches Geschenk. Endlich war das Schreiben zu meinem Ausbildungsbeginn im Briefkasten ❤ Also, am 01.09. geht es los – HALLELUJAH!

Nun aber auch zu etwas genähtem: Im Urlaub konnte ich zum ersten Mal meine genähte Else tragen! Danke, Monika, für diesen wundervollen Schnitt! Else rockt!SONY DSC
Und damit ab damit zu RUMS!

Sohni und ich führen nun meinen schwarzen Hund Gassi, immer brav an der Leine…

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Moment mal!

Seit fast sechs Monaten hat mich das Nähfieber gepackt. Mich und viele tausend andere Menschen auch.
Aber wer näht UND sich bei Facebook betätigt, kommt nur an wenigen Tagen des Jahres an Gewinnspielen, Verlosungen, Probenäh-Aufrufen, etc. vorbei.
So kommt es wie es kommen muss, man erliegt nun auch noch einer Gewinnspielsucht und dem „Ich-muss-bei-JEDEM-Aufruf-dabei-sein“-Gefühl.

Mir reicht’s!

So sehr ich mich über Gewinne freue und stolz bin, wenn ich tatsächlich ein neues Schnittmuster für jemanden ausprobieren darf – so sehr nervt mich doch dieses negative Gefühl im Hintergrund und dieselbigen Kommentare im Netz. „Ich habe schon wieder nicht gewonnen.“, „Wieso hat man mich nicht gewählt?“, „Die anderen sind besser als ich.“ – Ja. Und?

Hallo, mein Name ist Manja, ich bin 27 Jahre jung, Mutter eines zweijährigen Stöpkes, gelernte Physiotherapeutin und ich leide an Depressionen. Ich habe vor einem halben Jahr begonnen zu nähen, und seither zaubere ich Dinge, die andere gerne haben wollen. Nicht die ganze Welt und vielleicht noch nicht mal Halb-Hamburg. Aber hallo?! Wann sollte ich das denn auch schaffen? Viel lieber spare ich mir das Kaufen überteuerter T-Shirts im Laden, die dann doch in Billiglohn-Ländern produziert wurden und nähe selbst. Nur für mich, nur für Fred, nur für die, die es von Herzen wollen.

Ich bin toll, so wie ich bin – mein Sohn findet seine Schlüpfer, die Mama aus Resten genäht hat, „cool“ und erzählt jedem, den er trifft: „Mama näht hat!“ – Wieso verschwende ich also soviel Zeit damit, mir Anerkennung aus irgendwelchen Verlosungen und Aufrufen ergattern zu wollen. Wer mich sehen möchte, sieht mich auch jetzt schon.

Ich genieße, ganz verzaubert, was andere nähen – mit welcher Perfektion und Liebe da Kleidungsstücke, Taschen, etc. entstehen, und wenn mir wirklich etwas zusagt und wir es auch brauchen – dann bin ich dabei 🙂 Und nur dann.
Ansonsten bleibe ich still. (Das kann ich sowieso am Besten ❤ )

Aber nun, wie versprochen, ein Teil MEINER Werke der letzten Tage und Wochen:

SONY DSCSchnitt: Plan „Näh!“, Stoffe: Stoffkontor

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Ein Fan-Kleid der zweit-besten Band der Welt ❤ für das beste Entchen der Welt ❤

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Das Erstlingsoutfit schlechthin – nämlich mein ERSTES in Größe 46
❤ für eine kleine Mini-Maus ❤
Schnittmuster: Plan „Näh!“ verwandelt Schnabelina-Schnitte, Stoffe: Alles für Selbermacher, Buntspecht

Und zum Abschluss ein kleiner Teaser ❤

SONY DSCNa, neugierig?

Dann schaut wieder in die ostfriesische Hobby-Näh-Stube!

Herzlichst,

Manja

Wie das Leben so spielt…

Irgendwoher muss dieser Spruch ja kommen.

Und in der Tat fühlt es sich zur Zeit so an, als wäre mein Leben einer regelrechten Spielsucht zum Opfer gefallen.

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Anscheinend habe ich in den vergangenen beiden Monaten (HALLO!!! Ich bin zurück!!!) die Abzweigung verpasst und nun…
Ich durfte sechs wundervolle, therapiereiche Wochen an der Ostsee verbringen und dabei phantastische Frauen kennenlernen. Die Zeit war anstrengend, aber auch sehr schön. Und so ganz ohne Haushaltssorgen lässt es sich wirklich fast entspannt leben 🙂

Nun, ich bin zurück. Am ersten Tag durfte ich meinen Mann ins Krankenhaus bringen. Und nun sitzt er zuhause und kann kaum etwas tun. Tschüss Ostsee – hallo Leben!

Nichtsdestotrotz – Ostfriesland hat mich wieder herzlich aufgenommen und auch meine Nähmaschine durfte vor einer Woche wieder loslegen.
Und seither habe ich viel genäht: Fred brauchte eine kurze Hose, ein T-Shirt und einen Sonnenhut. Außerdem eine Mütze und eine Hose als Auftragsarbeit. ❤

Wenn ich richtig angekommen bin, gibt es auch tolle Fotos vom Genähten 🙂

Bis dahin verbleibe ich mit einem tiefen Seufzer:

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❤ Eure Manja ❤

 

PS: Plan „Näh!“ für die nächste Woche lautet: Frühchen-Kleidung! Besteht Interesse?!

Yaaay!!!

Sie ist fertig ❤ ❤ ❤

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Und ich bin so happy 🙂 Und verliebt… man ist die schick geworden. Ich bin ja ganz fasziniert von meiner Stöffchen-Auswahl!

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Aber genug des Eigenlobs (^^), meine Schnabelina-Bag big hat jede Menge Ecken, an denen man erkennt, dass sie selbst genäht wurde. Sprich: Unsauber gearbeitet. Aber ich werde mich hüten, das allen auf die Nase zu binden. Dafür bin ich zuuuu glücklich, dass sie so wundervoll geworden ist! 🙂

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Das ist nun also meine erste Tasche, die ich selbst genäht habe ❤ und die darf in 13 Tagen mit mir an die Ostsee fahren. Dann beginnt nämlich ENDLICH meine Reha und bei einer 6-stündigen Zugfahrt kann man nie genug zur Unterhaltung dabei haben. Platz für Wolle, Bücher, Zeitungen, Getränke und Essen habe ich nun ohne Ende 🙂

Ich bin schon so gespannt, wie es wohl wird. Zwei Wochen ohne Junior, drei Wochen allein mit Junior. Und aufgeregt. Und nervös.

Aber bis dahin soll ja noch so einiges fertig werden… Morgen dazu mehr 🙂

Es grüßt ganz ❤ lich

Manja

Ist es ein bisschen bitter oder wirklich schwer?

Es gibt so Tage, da erzählt mein Mann einfach zu viel. Da nehme ich mir mehr vor als ich je schaffen kann. Da zeigt mir das Leben, dass es wichtigeres gibt.

Blauen Himmel und Sonnenschein zum Beispiel.

Und deshalb bin ich hier auch nur kurz zu lesen, gleich hole ich nämlich Sohni ab und dann toben wir im Garten oder bauen Sand-Straßen in der Wiese oder schneiden Papier in klitzekleine Schnipsel oder backen…

Und dann ist alles wieder gut.

Dann hat auch meine Nähmaschine Pause, auch wenn endlich alles für mein Großprojekt da ist. Ich war heute aber nicht untätig – das erste Mal ist etwas aus meinem eigenen Stift gehopst – mit vielen Ecken, die ich unbedingt abändern muss.

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Nichtsdestotrotz: Sohni findet’s „döön“ ❤

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Fühlt euch nun alle einmal umarmt, auch wenn ich euch nicht kenne 🙂

Raus mit euch, genießt die Sonne, den Regen, das Leben!

Das war mein CREAdienstag!

Manja

Nun geht es los…

Um dem anstehenden „Ich muss meinen Arbeitsplatz aufräumen, bevor ich weiternähen kann“ gerade aus dem Weg zu gehen, verfasse ich meinen ERSTEN Blog-Beitrag! *wOw*

Mein Name ist Manja, ich bin Mutter, Ehefrau, Physiotherapeutin, Katzenbesitzerin und seit Januar 2014 nÄhSüChTiG 🙂

Und als meine eigene kleine Therapie gilt seitdem auch: „Sollte Plan A nicht gelingen, dann hast du immernoch Plan *Näh!* “
Das macht mich glücklich – ebenso wie Schokolade, Sonnenschein, das perfekte Frühstücksei am Samstag Morgen und mein herzallerliebster Sohn!

Also: Seid herzlich willkommen, schaut euch um und fühlt euch wie zuhause!

Manja